BRUCKNERS ACHTE

VIII_Partiturjpg DIE BESTEN AUFNAHMEN


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Herbert von Karajan
Wiener Philharmoniker
Wer dabei war, vergisst dieses Konzert nie: Im Musikverein demonstrierten die Wiener Philharmoniker, wie man unter Ausnutzung aller klanglichen und dynamischen Möglichkeiten Bruckners gewaltiger symphonischen Architektur gerecht wird: Formale Balance bei gleichzeitiger höchster emotioneller Detailarbeit. Das Adagio strömt in unvergleichlicher Schönheit, und doch dramaturgisch bis zum Äußersten gesteigert, Momente wie die "Todesverkündigung" oder die "Totenuhr" im ersten Satz, der "Kosakenritt", mit dem das Finale beginnt, die unausweichliche Schluss-Steigerung: Dass es gelang, dieses Ereignis für die Nachwelt festzuhalten, gehört zu den Glücksfällen der Aufnahmegeschichte!




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Wilhelm Furtwängler
Zwei Livemitschnitte haben sich von Wilhelm Furtwänglers leidenschaftlicher, von dunkel glühenden Klängen beherrschten Deutung der Achten erhalten, eine mit den Berliner Philharmoniker von 1949, eine mit den Wienern, die fünf Jahre früher aufgezeichnet wurde - etwa in jener Zeit, als eine Aufführung dieser Symphonie in dieser künstlerischen Konstellation das einzige "offizielle" Ereignis der wegen des "Totalen Kriegs" eigentlich abgesagten Salzburger Festspiele war (das andere war die "Generalprobe" zur Uraufführung von Richard Strauss' "Liebe der Danae" unter Clemens Krauss, deren Premiere dann erst Anfang der Fünfzigerjahre über die Festspielbühne gehen konnte .  . .) Furtwänglers mitreißende Gestaltung der Bruckner-Symphonie ist in vielen CD-Umschnitten greifbar, unter anderem in der verdienstvollen Gesamtedition seiner Kriegsaufnahmen durch die Berliner Philhermoniker und in diversen, dem Dirigenten gewidmeten CD-Boxen der Deutschen Grammophone, aber auch einzeln, etwa in einer sehr liebevoll edierten japanischen Ausgabe.